Grundsanierung 2011

Das Feuerrot ist schon zu erahnen

Zwischen dem Grau der Gerüststangen blitzt schon die neue Farbe hervor: Strahlend weiß und leuchtend rot zeigt sich das Oberfeuer Krautsand in neuem Glanz. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg (WSA) lässt das mehr als 100 Jahre alte Denkmal in Stand setzen.

Grundsanierung am Oberfeuer Krautsand

Baugerüst am Oberfeuer Krautsand

Die Arbeiten waren fällig, die genietete Stahlkonstruktion, die 35,2 Meter hoch ist, brauchte frische Farbe. "Wir haben auch kleinere Arbeiten am Stahl machen lassen", sagt Manfred Junge vom WSA in Stade. Der neue Anstrich ist aber nicht nur eine Schönheitskur - noch immer ist das Oberfeuer Krautsand eine wichtige Landmarke und muss durch den Anstrich gut sichtbar sein. Deswegen dürfen auch nur bestimmte Farben benutzt werden. Etwa 1100 Liter Farbe brachten die Arbeiter auf den Stahl, nach dem das schlanke Bauwerk zuvor per Sandstrahl gereinigt worden war. Festgeschrieben sind die Farbtöne: verkehrsweiß und verkehrsrot für außen und verkehrsschwarz für außen und innen und ein Maigrün im Innenbereich.

280 000 Euro lässt sich das WSA die Instandsetzung des Oberfeuers kosten, zeitgleich werden auch die Oberfeuer in Grünendeich und Tinsdal auf Vordermann gebracht. Die Beteiligten Firmen können auf diese Weise zu einer anderen Baustelle pendeln, wenn zum Beispiel das Wetter einen Strich durch die Zeitrechnung macht.

Trotz aller modernen Navigationsgeräte bleiben die Leuchttürme für die Schifffahrt wichtig. "Die Elbe ist ein sehr enges Revier. Jeder, der auf der Brücke eines Containerschiffes steht, ist froh über jedes Leuchtfeuer", sagt Manfred Junge. Immerhin befinden sich die Brücken ungefähr in 35 Meter Höhe - und sind damit auf einer Höhe mit dem Leuchtturm.

Bis über das Dach haben die Gerüstbauer den alten Turm eingepackt. Während der Sandstrahl- und der Malerarbeiten schützte eine Plane vor Wind und Wetter, ein Heizgebläse hielt die Luftfeuchtigkeit in Grenzen. Die Plane ist mittlerweile abgebaut, einige Restarbeiten müssen aber noch erledigt werden.

Deswegen können die Gerüstbauer auch noch nicht für den Abbau anrücken. Für die Firma Bassenberg aus Brake war es nicht das erste altehrwüdige Gebäude - die Gerüstbauer hatten auch schon die Ostener Schwebefähre eingerüstet.

 
Weiterführende Informationen:

Oberfeuer Krautsand Stahlgitterturm mit Nietverbindungen
Niettechnik Nietverbindungen und Nietvorgang

Andere Internetseiten:

www.schwebefaehre-osten.de Schwebefähre Osten-Hemmoor
www.wsa-hamburg.wsv.de Wasser - und Schifffahrtsamt Hamburg

Text von Grit Kampow, erschienen im Stader Tageblatt am 27.01.2012