Kennung von Leuchttürmen

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellte man entlang der Elbe durchgehend Seezeichen auf. Der zunehmende Schiffsverkehr sollte die Elbe auch nachts sicher passieren können. Um eine zuverlässige Identifikation zu ermöglichen, bekamen die Leuchtfeuer eine eindeutige Kennungen zugewiesen.

Die Kennung bezeichnet die charakteristische Abfolge von Hell- und Dunkelintervallen (Taktung), sowie die Farbe des Lichts. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird auch die Wiederkehr, also die Dauer zwischen den charakteristischen Abfolgen dazugezählt.

Lichtcharakteristik Glt. - 8s am Richtfeuer Krautsand
Lichtcharakteristik Glt. - 8s am Richtfeuer Krautsand

Die Richtfeuerline Krautsand ist mit der Kennung "Glt. - 8s" versehen. Glt. steht für Gleichtakt und bedeutet, dass Hell- und Dunkelintervalle gleichlang sind und zwar in diesem Fall genau 4 Sekunden lang (8s = 4s + 4s). Um die Zusammengehörigkeit von Ober- und Unterfeuer zu zeigen ist ihre Taktung synchronisiert, beide Leuchtfeuer werden gleichzeitig ein- und ausgeschaltet.

Früher als Verbrennungslampen als Lichtquelle dienten, konnten Taktkennungen nur durch Drehung des optischen Apparates oder durch bewegliche Blenden erzeugt werden. Seit der Einführung elektrischer Lampen werden diese häufig durch Ein- und Ausschalten getaktet.

Weitere Informationen:

Funktionsweise Oberfeuer, Unterfeuer, Richtfeuer - wie sie funktionieren

Andere Internetseiten:

www.leuchtturmseiten.de/... Übersicht über die Leuchtturmkennungen
www.wsv.de/... Drehlinsen und Drehfeuer